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Phaseolus vulgaris cv. Möschebonne

Bei dieser Stangenbohnensorte handelt es sich um eine Trockenbohne, welche bis in die heutige Zeit in einigen Garten überlebt hat. Sie wird zur Gewinnung der reifen Samen angebaut, welche unter verschiedenen Namen (zum Beispiel Möscheeier, Köksje, Kutzebonne, Dicke, bunte Vogeleier) bekannt sind. Der Sortenname Möschebonne bezieht sich auf den Hausspatz, der im Dialekt Mösch heißt und auf die Ähnlichkeit der reifen Samen mit Spatzeneiern.

Angebaut wird sie an Stangen, hier reichen solche, die für den Anbau der üblichen grünen Bohnen schon zu kurz sind. Aber auch Typen, welche als Buschbohne gezogen werden sind bekannt, diese sind aber weniger ertragreich.

Wie bei anderen Bohnen auch, erfolgt die Aussaat ab Mitte Mai. Bei der Möschebonne dauert die Kultur natürlich länger als bei anderen Sorten, da die Hülsen an der Pflanze ausreifen müssen. Diese werden dann auf dem Speicher verwahrt und bei Bedarf oder wenn Zeit ist im Herbst/Winter gedroschen.

Ein Teil der Samen wird für die nächste Aussaat zurückbehalten, der Rest für wöchentliche Eintöpfe oder Bohnensuppe verwandt.

Rezept

Rezept (aus: A. Ruge-Schatz & H.Schloßmacher, Das Kochbuch aus Bonn, Wolfgang Hölker Verlag 1988, S. 16)
250 g Möschebonne, 125 g Speck, 125 g Zwiebeln, Suppengrün, 500 g Kartoffeln, 4 Schweinefüßchen oder Rippen, Lorbeerblatt, Pfeffer, Salz, Essig

Die Möschebonne über Nacht in ¾ Liter Wasser einweichen, Speck und Zwiebeln in Würfel schneiden und in einem schweren Topf anbraten. Die Bohnen mit dem Einweichwasser in den Topf gießen. Dazu die in Würfel geschnittenen Kartoffeln und das Suppengrün geben. Dann die Schweinefüßchen und das Gewürz dazu. Alles zusammen aufkochen und bei mittlerer Hitze gar ziehen lassen. Wenn nötig, etwas Wasser nachgießen. Zum Schluss mit Essig abschmecken.