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Gehölzführer

24) Cephalotaxus fortunei

Die Chinesischen Kopfeiben sind mittelgroße, bis 12 Meter hohe Bäume, die bei uns aber nur strauchförmig wachsen. Sie sind zweihäusig, das heißt die männlichen und weiblichen Blüten befinden sich auf unterschiedlichen Exemplaren. Sie sind in Sammlungen selten anzutreffen.

Eines unserer Exemplare von C. fortunei blüht regelmäßig und setzt "Früchte" an. Da es sich um ein Nadelgehölz handelt, treffen die üblichen Definitionen von Früchten nicht zu. Bei den Nadelgehölzen, die zu den Nacktsamern (= Gymnospermen) gehören, kommt es nicht zur Ausbildung einer Frucht, weil der Samen frei auf der Samenschuppe liegt. Bei den Bedecktsamern (= Angiospermen) hingegen ist der Same in verschiedenen Schichten eingebettet, und es kann so zur Bildung echter Früchte kommen.

Nur wenige Nacktsamer haben für den Menschen essbare Früchte oder Samen: Schmucktanne (Araucaria araucana), Ginkgo, Pinie und Chinesische Kopfeibe. Bei letzterer sind Teile der Samenschale fleischig geworden und olivgrün-bräunlich gefärbt. C. fortunei vermehrt sich bei uns durch Naturverjüngung. COKER (1907:1) untersuchte Samenanlagen dieser Art aus unserem Botanischen Garten und SCHWEITZER (1963: Abb. 14) Zapfen.

  • Heimat: Mittel-China
  • Unser Exemplar (10561) wurde 1935 gepflanzt, es ist circa 6 Meter hoch, der stärkste Stamm hat einen Umfang von 48 Zentimeter.
  • Standort: Arb08

25) Cephalotaxus harringtonia var. drupacea

In unserer Sammlung findet sich auch die verwandte, aus Japan und Mittel-China stammende Harringtons Kopfeibe (C. harringtonia var. drupacea)(11999), sie wurde 1925 gepflanzt.

  • Standort: Arb08

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