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Gehölzführer

49) Laburnocytisus adamii

Pfropfgoldregen

1825 veredelte J.L. Adam in Vitry bei Paris Cytisus purpureus auf Laburnum anagyroides. Er erhielt einen Strauch, der im Habitus dem Goldregen ähnelte, aber dreierlei Blüten ausbildete, die teilweise sogar am gleichen Zweig standen: reingelbe Blüten des Goldregens, rosafarbene Cytisus-Blüten und trübviolette Mischblüten. Eine Chimäre war entstanden.

Chimären bestehen aus genetisch unterschiedlichen Teilen, die Anteile der Ausgangsarten sind über die gesamte entstandene Pflanze schichtweise verteilt. Man spricht dann von einer Periklinalchimäre. Chimären lassen sich nur vegetativ vermehren, so dass unser Strauch genetisch gesehen dasselbe ist wie die 1825 von Adam erzeugte Pflanze!

  • Unser größtes Exemplar (01878) zeigt die Mischblüten und an einigen wenigen Ästen auch gelbe Goldregenblüten. Es ist 6 m hoch und hat einen Umfang von 55 cm. Gepflanzt wurde es circa 1975. An der gleichen Stelle befinden sich auch die Elternarten.
  • Standort: ArGin

Weitere Gruppen der Chimäre und der Ursprungsarten wurden in Arb10 neu gepflanzt.

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