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Gehölzführer

60) Metasequoia glyptostroboides

Vom Chinesischen Urweltmammutbaum wurden 1940 fossile Teile in Tonablagerungen aus Japan (Ususawa) gefunden. 1941 gelang Professor T. Kan (Nanking) in Mittel-China in der Provinz Hupeh ein sensationeller Fund, er entdeckte noch lebende Populationen dieses Baumes, ein weiteres "lebendes Fossil" war bekannt! Bereits 1946 wurde auf einer kleinen Expedition und 1947 auf einer größeren, beide unter Einbeziehung des Arnold Arboretums (USA), Samenmaterial gesammelt und diese Art in Kultur genommen. Heute ist sie in Parkanlagen und Arboreten keine Seltenheit mehr.

Der Chinesische Urweltmammutbaum ist laubwerfend und mit den Sumpfzypressen verwandt. Besonders auffällig ist sein sich nach oben rasch verjüngender Stamm, der am Stammfuß sehr stark gefurcht ist. Er ist sehr raschwüchsig, bei uns vollkommen winterhart und lässt sich leicht durch Samen oder Stecklinge vermehren.

  • Unser ältestes Exemplar (12259) wurde 1951 ausgepflanzt und stammt von der ersten Verschickung von Samen nach Europa. Es ist 27,6 m hoch und hat einen Umfang von 215 cm. In seiner Nähe wurden zwei weitere sowie 1996 ein Baum mit dunkler Rinde, Typ 'Waasland' gepflanzt.
  • Standort: Arb02, ein weiteres Exemplar steht in Weih5. Eine Gruppe von sechs weiteren Exemplaren befindet sich im Melbtal in einem kleineren Gelände, das zum Botanischen Garten gehört.

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