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Gehölzführer

65) Parrotia persica

Der Persische Eisenholzbaum (Parrotie) ist heute ein weit verbreitetes Parkgehölz. Unser Exemplar dürfte eines der ältesten in Deutschland sein. Die Heimat des Persischen Eisenholzbaumes ist Nord-Iran und Aserbaidschan. Er besiedelt dort sowohl feuchtwarme Niederungswälder als auch beschattete Hänge des Talysch-Gebirges und kann dort sowohl strauchige, buschartige, als auch geradwüchsige, bis 25 m hohe, buchenartig wachsene Bestände bilden.

Die Gründe für diese unterschiedlichen Wuchsformen sind sowohl einerseits in den unterschiedlichen Höhenlagen und Böden, als auch in der regional teilweise starken Übernutzung zu finden. Die Bäume werden seit Jahrhunderten wegen ihres festen Holzes (deutscher Name!) aber auch als Viehfutter (Schneiteln der Zweige) intensiv genutzt, was dazu führte, dass viele Bestände heute degradiert und die einzelnen Pflanzen zu Strauchformen verkümmert sind.

Der Persische Eisenholzbaum zeichnet sich durch die Verwachsungen (Anastomosen) von Ästen und Zweigen aus, was sich auch an unserem Exemplar gut beobachten lässt. Der Baum blüht im zeitigen Frühjahr (März) mit zahlreichen kleinen roten Blüten und zeigt im Herbst eine sehr schöne goldgelbe und scharlachrote Laubfärbung. Da er sehr in die Breite wächst, benötigt er in Parks und Gartenanlagen viel Platz.

Parrotia ist nach dem Naturforscher und Forschungsreisenden Dr. Friedrich Parrot (1791-1841) benannt.

  • Unser Exemplar (12241) wurde etwa 1880 gepflanzt, ist 14 m hoch und hat einen Umfang von 260 cm. Ab einer Höhe von 100 cm ist es verzweigt.
  • Standort: Arb0

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