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Gehölzführer - Quercus

Eichen

Es gibt weltweit circa 450 verschiedene Eichen-Arten, die in Nord- und dem westlichen tropischen Süd-Amerika, im temperierten und subtropischen Eurasien sowie in Nordafrika verbreitet sind. Eichen gehören zu den beliebtesten Parkbäumen, und im Botanischen Garten Bonn werden zurzeit 24 Arten kultiviert.

Die folgenden sind erwähnenswert:

78) Quercus cerris

Die Zerr-Eiche wird bei uns häufig angepflanzt.

  • Heimat: Südliches Mittel- und Süd-Europa, Kleinasien, Libanon
  • Unser Exemplar (01960) gehört zu den größten Bäumen im Garten und wurde circa 1890 gepflanzt; es ist 35,8 m hoch und hat einen Umfang von 312 cm.
  • Standort: Arb06

79) Quercus frainetto (Gestorben)

Die Ungarische Eiche ist eine in Italien, der Balkan-Halbinsel und in Kleinasien verbreitete Art.

  • Unser Exemplar (11001) wurde zwischen 1880-90 auf eine Unterlage gepfropft, was auch heute noch deutlich erkennbar ist, da die Unterlage deutlich schmaler (Umfang 360 cm) als die Ungarische Eiche ist. Ab 2 m ist sie stark verzweigt, in den letzten Jahren hat sie Trockenschäden erlitten. Sie ist circa 19 m hoch und hat einen Umfang von 490 cm.
  • Standort: Arb09

80) Quercus macranthera

Die Persische Eiche, eine besonders schöne Art, ist vom Südost-Kaukasus bis in den Nord-Iran verbreitet.

  • Unser Exemplar (10594) wurde circa 1935 gepflanzt, ist circa 17 m hoch und hat einen Umfang von 162 cm.
  • Standort: Weih4, direkt an der Brücke

81) Quercus petraea f. mespilifolia

Es handelt sich um eine Form der Trauben-Eiche, ein Exemplar (01243) ist 2,20 m hoch und wurde 1992 gepflanzt.

  • Standort: Arb02

82) Quercus pubescens

Die Flaum-Eiche ist in Deutschland nur an ganz wenigen, besonders begünstigten Standorten wild zu finden, aber häufig kultiviert.

  • Heimat: West-, Mittel-, Süd-Europa, Kaukasus und Kleinasien
  • Unser Exemplar (01886) ist 22,9 m hoch und hat einen Umfang von 180 cm. Es wurde circa 1910 gepflanzt.
  • Standort: ArGin

83) Quercus ilex

Die Stein-Eiche stammt aus dem Mittelmeergebiet, wo sie ab einer bestimmten Höhenstufe früher ausgedehnte Wälder bildete. Durch die menschliche Nutzung sind diese aber weitgehend verschwunden und nur noch in Relikten erhalten.

Sie ist immergrün und hat relativ kleine Blätter, die auf der Oberseite dunkelgrün glänzend und auf der Unterseite graufilzig sind. Die länglichen Eicheln stehen zu 1 bis 3 zusammen, sie sind 2 bis 3 cm lang und werden vom Fruchtbecher (Cupula) halb umgeben. Die Stein-Eiche ist frostempfindlich und daher bei uns nur sehr selten in Sammlungen zu finden.

  • Unser größtes Exemplar (08352) ist 11,2 m hoch und wurde um 1950 gepflanzt. Es ist in 30 cm Höhe verzweigt, die beiden Äste haben einen Umfang von 66 bzw. 67 cm, der Stammfuß hat einen Umfang von 130 cm.
  • Standort: G3; ein weiteres schwächeres Exemplar (01882) gehört zur f. laurifolia und steht in ArGin.

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