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Gehölzführer

85) Sequoia sempervirens

Die Küstensequoie ist einer der bemerkenswertesten Bäume, die bis zu 110 m hoch werden kann. Sie zeichnet sich durch ihre auffallend dicke, rote, bastartige Rinde aus. Ihr Holz ist, wie das fast aller anderen Taxodiaceen auch, sehr resistent gegen Pilz- und Termitenbefall. Es ist daher als Bauholz sehr begehrt (Redwood).

Die Art kommt in einem verhältnismäßig kleinen Gebiet vor, wo sie nur auf der Seeseite von Küstengebirgen der westlichen USA (Südwest-Oregon bis Süd-Kalifornien) verbreitet ist, da die Pflanzen auf eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen sind. Bereits um 1950 waren 85% der Naturwälder dieser Art zerstört. Sie wurde 1843 nach Europa eingeführt und ist häufig in Garten- und Parkanlagen zu finden. Bei dieser Art ist ein Alter von 2200 Jahren nachgewiesen. Im Rheinischen Braunkohlenrevier wurden große Mengen von fossilen Taxodiaceen gefunden, die Gattung Sequoia ist im Tertiär für Deutschland nachgewiesen.

Der Gattungsname Sequoia ehrt einen Häuptling der Cherokee-Indianer, der eine Laut-Silbenschrift entwickelte.

  • Unser Exemplar (12049) kam 1967 in den Botanischen Garten und hatte 1984 eine Höhe von 15,5 m und einen Umfang von 135 cm (MARTIN 1987: 85). Im Juni 1997 ist es 24,3 m hoch mit einem Umfang von 217 cm.
  • Standort: Arb08, daneben wurde 1975 die Hängeform cv. Pendula, die circa 12 m hoch ist und einen Umfang von 133 cm hat sowie eine Normalform gepflanzt.

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