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Gehölzführer

86) Sequoiadendron giganteum

Der Mammutbaum oder die Riesensequoie stammt ebenfalls aus den westlichen USA, er kommt aber nur in der Sierra Nevada in Kalifornien in einem circa 70 qkm großen Areal vor. Er wurde erst Mitte des vorigen Jahrhunderts entdeckt und nach Europa eingeführt. Diese Entdeckung erregte großes Aufsehen: Man glaubte, die ältesten und höchsten Bäume der Erde gefunden zu haben.

Der Mammutbaum wird in der Regel 80 bis 100 m hoch, das höchste bekannt gewordene Exemplar maß 135 m und wird nur von einem australischen Eukalyptus (Eucalyptus amygdalina) übertroffen, der 155 m Höhe erreichen kann. Besonders bemerkenswert ist aber der säulenförmige Wuchs, bis in eine Höhe von 50 m kann der Stamm astfrei sein und dabei einen Durchmesser von bis zu 12 m erreichen! Er besitzt eine bis 50 cm dicke, weitgehend feuerresistente Borke.

Die kalifornischen Mammutbäume werden auf 400 bis 1500 Jahre geschätzt, wobei einzelne Exemplare sicher auch älter sind (3000 bis 3500 Jahre). Als älteste Baumarten der Welt gelten aber Pinus aristata (circa 4000 Jahre) und P. longaeva (über 5000 Jahre). In neuester Zeit hat man in Australien Bäume entdeckt, die noch älter sind. Seit 1890 steht der Mammutbaum weitgehend unter Schutz.

S. giganteum wurde in Deutschland auch an einigen Stellen zu forstlichen Versuchszwecken angepflanzt; als Forstbaum hat diese Art sich zwar bei uns nicht durchgesetzt, sie ist aber in Baumsammlungen weit verbreitet.

  • Unser ältestes Exemplar (12055) wurde um 1900 gepflanzt und hat einen Umfang von 370 cm und eine Höhe von 32,2 m.
  • Standort: Arb08

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