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Gehölzführer

87) Sophora japonica

Der Japanische Schnurbaum ist heute in Deutschland allgemein verbreitet und wird gelegentlich sogar als Alleebaum in Städten genutzt. Alte und große Exemplare, wie sie bei uns im Botanischen Garten zu finden sind, sind aber relativ selten.

Diese Art gehört zu den Schmetterlingsblütlern, einer Familie, die in der heimischen Flora nur krautige Pflanzen oder Sträucher enthält, in den Tropen aber viele Bäume ausgebildet hat. Er ähnelt sehr der Robinie, hat aber unbewehrte Äste. Eine Art dieser Gattung, S. toromiro, stammt von der Osterinsel und ist dort ausgestorben. Diese Art hat nur in den Botanischen Gärten Göteborg (Schweden), Viña del Mar (Chile) und Bonn überlebt. Im Botanischen Garten Bonn wurde ein Vermehrungsprogramm durchgeführt; 1996 wurden die ersten Pflanzen auf die Osterinsel rückgeführt.

Der Japanische Schnurbaum (japonica, aus Japan kommend) stammt ursprünglich aus China. Nach Europa gelangte er aber aus japanischen Gärten, da Japan von den Europäern früher als China erschlossen wurde. Unbekannte Arten aus Japan wurden dann von europäischen Botanikern mit diesem irreführenden Artnamen benannt. Dies gilt noch für eine ganze Reihe weiterer Gartenpflanzen.

  • Unser Exemplar (12020) ist circa 17 m hoch und hat einen Umfang von 265 cm. Es wurde um 1910 gepflanzt.
  • Standort: Arb08

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