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Gehölzführer

91) Taxus baccata

Eines der am häufigsten angepflanzten Gartengehölze ist die Eibe, es gibt daher eine Fülle von gärtnerisch veränderten Formen und Varietäten. Sie ist bei uns heimisch, aber in der Natur sehr selten geworden und auf der Roten Liste der bedrohten Pflanzenarten zu finden.

Hierfür gibt es mehrere Gründe, zum einen war das Holz der Eibe im Mittelalter sehr begehrt, da daraus Langbogen hergestellt wurden. So ist der einfache Bogen des "Ötzi", der circa 5200 Jahre alte, mumifizierte Leichnam eines jungsteinzeitlichen Mannes, bereits aus Eibenholz angefertigt! Zum anderen ist die Eibe in allen ihren Pflanzenteilen, mit Ausnahme des auffallend roten Arillus am Samen, sehr giftig und zwar speziell für Pferde. Die Pflanzen sind daher von den Bauern bereits im Mittelalter überall entfernt worden. Und drittens hat die Umstellung der Forstwirtschaft im 19. Jahrhundert auf Hochwald ebenfalls zum Verschwinden beigetragen. Die Eibe ist langsamwüchsig und kann über 1000 Jahre alt werden, in Europa zählt sie mit zu den ältesten Lebewesen. Sie ist zweihäusig.

  • Heimat: Europa, Kaukasus, Kleinasien, Nord-Iran, Nordwest-Afrika, Madeira
  • Unsere stärksten Exemplare stehen etwas versteckt in Arb08 hinter dem großen Mammutbaum. Sie haben am Stammfuß einen Umfang von 205 cm (12032), 205 cm (12038), 200 cm (12040) und 240 cm (12031) und eine Höhe von circa 15 m. Sie sind circa 170 Jahre alt und wurden etwa um 1820-25 gepflanzt.
  • Standort: Arb08

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