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Botanische Gärten der Universität Bonn - Telefon: 49-(0)228-735523 - Telefax: 49-(0) 228-739058 - botgart[at]uni-bonn.de

Biotope

Einleitung

Der Botanische Garten der Universität Bonn blickt auf eine jahrhundertealte und wechselvolle Geschichte zurück.

Hervorgegangen aus einer Gartenanlage der Renaissance ist der Bonner Botanische Garten sicherlich einer der schönsten und traditionsreichsten in Deutschland - mit seinem seit über 400 Jahren unveränderten Standort zählt er zu den ältesten Gartenanlagen überhaupt.

Nach der letzten großen Zerstörung des Botanischen Gartens gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Botanische Garten nach modernen Gesichtspunkten umstrukturiert und neugestaltet (BARTHLOTT 1990).

Der Biotopführer gibt dem Besucher eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Pflanzen in den Lebensgemeinschaften.
Bodo Maria Möseler & Wolfram Lobin: Lebensräume im Rheinland: Biotopanlage Botanische Gärten Bonn, Botanische Gärten der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Juni 2006, 72 Seiten, 4,50 Euro.
Der Biotopführer ist in der Gartenverwaltung oder sonntags am Stand des Freundeskreises erhältlich.

Im Frühjahr 1985 kam durch einen Wechsel in der Direktion des Gartens der Gedanke auf, in einem Bereich des Freilandes einheimische Pflanzen nicht mehr nur einzeln in Beeten zu kultivieren, sondern sie in weitgehend natürlichen Vergesellschaftungen einem interessierten Besucherkreis vorzustellen.

Der Lageplan der Biotopanlage öffnet sich in einem eigenen Fenster.

Dem Aspekt, Pflanzen in weitgehend naturähnlichen Vergesellschaftungen zu kultivieren, wurde in Botanischen Gärten bis in die jüngste Zeit hinein wenig Beachtung geschenkt, obwohl gerade dies die Möglichkeit birgt, grundlegende ökologische Zusammenhänge anhand verschiedener Biotoptypen einem breiten Besucher- und Studentenkreis zu demonstrieren.

Mit der Bezeichnung "Biotopanlage" wird bereits angedeutet, dass in dieser Freilandabteilung der Lebensraum (= "Biotop") als solcher mit seinen spezifischen Lebensbedingungen und seiner charakteristischen Vegetation im Vordergrund steht.

Die großflächige Vernichtung naturnaher Landschaftsteile durch die moderne Agrar- und Industriegesellschaft zieht einen seit längerer Zeit unverändert ansteigenden Artenschwund nach sich. Besonders betroffen macht hier nicht nur das Verschwinden von Arten mit sehr spezifischen Lebensraumansprüchen, sondern mittlerweile vor allem auch der Rückgang ehemaliger "Allerweltsarten" - Tendenz steigend. Auch ihnen wird durch Lebensraumzerstörung die Lebensgrundlage allmählich entzogen.

Durch die "Biotopanlage" wird dieser Naturschutzaspekt in Form eines lebenden Anschauungsobjektes aufgegriffen. Mit der im folgenden ausgeführten Konzeption soll sie zum einen als Lehreinrichtung für Studenten dienen, zum anderen aber auch interessierte Gartenbesucher für aktuelle Naturschutzfragen sensibilisieren.


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