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Botanische Gärten der Universität Bonn - Telefon: 49-(0)228-735523 - Telefax: 49-(0) 228-739058 - botgart[at]uni-bonn.de

Biotope

Feuchtbereich

Der Feuchtbereich wurde in der Uferzone des Melbweihers angelegt. Ein befahrbarer Damm sowie ein Holzsteg gewährleisten gute Beobachtungsmöglichkeiten. Er umfasst die verschiedenen Lebensräume im Einflußbereich stehender, eutropher Süßgewässer und damit die wesentlichen Bestandtteile einer typischen Verlandungsreihe.

Ausgehend von Schwimmblattbeständen, über einen Röhrichtbestand und Seggensumpf (Steife Segge - Carex elata) folgen Schmalblattweidengebüsche und schließlich - als Endglied der Verlandungsreihe - ein Erlen-Bruchwald. Um eine gute Vergleichbarkeit zu gewährleisten, liegen sie zum Teil beiderseits eines Fahr- und Fußweges.

Diese Verlandungsreihe wird durch eine Nasswiese sowie ein Moorbecken ergänzt. Der Einfluss der Standortfaktoren Nährstoffgehalt und Bodenazidität kann so unmittelbar nachvollzogen werden.

Im Röhrichtbereich können die beiden wichtigsten heimischen Röhrichtbildner, der Breitblättriger Rohrkolben und das Schilfrohr (Typha latifolia und Phragmites australis) direkt miteinander verglichen werden. Im Bonner Raum findet man die typischsten Röhrichtbestände in verschiedenen sandigen Bereichen der Rheinaue, den Stadttieflagen von Godesberg, aber auch an Weihern des Kottenforstes sowie in der Wahner Heide.

Den Übergang zum geschlossenen Gehölzbestand bilden Bruchwälder und Gebüsche. Neben Grau- und Ohrenweiden (Salix cinera, Salix aurita) tritt hier gelegentlich der Faulbaum (Frangula alnus) auf. Im Anschluss daran - als echter Bruchwald - finden sich Schwarz-Erlenwälder (Alnus glutinosa). Diese Bruchwälder sind typische Lebensräume des Königsfarns (Osmunda regalis). In der Bonner Umgebung findet man sie noch kleinflächig auf staunassen, nährstoffarmen und tonigen Böden im Siebengebirge sowie im Kottenforst.


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