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Botanische Gärten der Universität Bonn - Telefon: 49-(0)228-735523 - Telefax: 49-(0) 228-739058 - botgart[at]uni-bonn.de

Biotope

Trockenbereich mit Felskomplex

Ausgehend von einem Kalkfelskomplex mit typischen Fels- und Felsspaltenbesiedlern leiten schmale Felsbänder zum Bereich der Kalktrockenrasen über.

Diese Standorte zeichnen sich neben hohem Basengehalt des Bodens vor allem durch eine zumindest zeitweilige Wasserarmut aus: die flachgründigen Böden trocknen insbesondere bei Süd-Südwestexposition unter Sonnenbestrahlung rasch aus und vermögen nur geringe Mengen Wasser zu halten.

Die Aufschüttung wurde mit grobem Kalkgestein unterfüttert: dies dient der erleichterten Wasserwegbarkeit. Auf diese Weise können die Standortbedingungen der Kalktrockenrasen gut simuliert werden.

Wichtige Felsstandorte finden sich in den Flusstälern von Ahr, Rhein und Mosel sowie im Siebengebirge. Kalktrockenrasen zählen in der Kalkeifel zu den wichtigsten und schützenswertesten Biotopen überhaupt.

Mit zunehmender Abflachung der Aufschüttung wird der Wasserhaushalt des Bodens ausgeglichener - auf diese Weise wird ein Bodenfeuchtegradient erzeugt. Die feuchteren Bereiche des Kalktrockenrasens leiten über in Bereiche mit ausgeglichenen Bodenverhältnissen.

Ebenfalls ausgehend vom Kalkfelskomplex wird ein Bestand typischer Schwermetallvegetation gezeigt: dieser ist mit dem Auftreten des Galmeiveilchens (Viola calaminaria) typisch für den Aachen-Stolberger Raum. Eine hier angrenzende trockene Heidefläche sowie ein Sandrasen an anderer Stelle mit Arten der Binnendünen repräsentieren wichtige Bestände der rechtsrheinischen Wahner Heide.


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