Die Pflanzungen von Gehölzen

Aus kurfürstlicher Zeit sind noch einige Rotbuchen (Fagus sylvatica) aus der damaligen Schlossparkanlage erhalten. Der kurfürstliche Park wurde 1818, dem Gründungsjahr der Universität Bonn, in einen wissenschaftlichen Garten umgewandelt, in dem bereits Gehölze gepflanzt wurden. Aus dieser ersten Pflanzperiode stammen noch drei verschiedene Hickory-Nussarten (Carya spp.) und drei Eiben (Taxus baccata).

Unter L. Beissner wurden um 1890, in der zweiten großen Pflanzperiode, zahlreiche Gehölze gepflanzt, von denen z.B. ein gepfropfter Ginkgo (Ginkgo biloba) noch zu sehen ist. In die Jahre zwischen 1927 und 1930 fällt die dritte bedeutende Pflanzperiode; ein bekanntes Beispiel aus dieser Zeit ist die große Andentanne (Araucaria araucana). Nach dem zweiten Weltkrieg, als die Anlage schwer zerstört war, wurden wiederum zahlreiche Gehölze gepflanzt, von denen noch viele erhalten sind, z.B. eine Tamariske (Tamarix parviflora), ein Taubenbaum (Davidia involucrata var. vilmoriniana) und ein Tupelobaum (Nyssa sylvatica). Da viele Exemplare unseres Arboretums aus vielerlei Gründen (z.B. Alter, Stadtklima) überaltert sind, wurden seit 1990 in großen Umfang Gehölze gepflanzt: insgesamt 420 Exemplare bis 1997.

Durch Stürme und Pilzbefall haben wir in den vergangenen Jahren einige wertvolle alte Pflanzen verloren. In der Tabelle sind die Arten aufgelistet, die durch die Orkane "Wiebke" und "Vivian" vom 25.1. - 1.3.1990 umgeworfen wurden. Besonders bedauerlich war dabei der Verlust der markierten Arten, bei denen es sich um ältere Exemplare handelte.

Liste der umgeworfenen Bäume
Acer platanoides
Acer pseudoplatanus
Aesculus hippocastanum cv. Baumannii
Celtis occidentalis
Juniperus virginiana
Malus sylvestris var. niedzwetzkiana
Phellodendron amurense
Picea abies
Pieris japonica
Pinus cembra
Populus balsamifera
Populus nigra
Prunus avium cv. Plena
Tsuga canadensis
Tsuga sieboldii

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