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Botanische Gärten der Universität Bonn - Telefon: 49-(0)228-735523 - Telefax: 49-(0) 228-739058 - botgart[at]uni-bonn.de

Rundweg durch das Freiland

Blüten von Alangium platanifolium

Der Rundweg ist so angelegt, dass er an einem Teil der besonders auffälligen und bemerkenswerten Bäume und Sträucher vorbeiführt. Sofern diese Arten aufgeführt werden, sind sie mit einer Nummer versehen, unter der man weitere Informationen zu der betreffenden Pflanze finden kann. Diese Nummer findet sich außerdem auf dem Schild an der Pflanze (z.B. "Gehölzführer: 23") und auf der Karte des Rundweges.

Auf der Seite Live Search Maps gibt es schöne Luftaufnahmen, die einen Überblick über die Gartenanlagen bieten.

Eingangsbereich

Direkt hinter dem Haupteingang (Meckenheimer Allee 171) führt nach rechts und links der Ferdinand-Weg durch die Abteilungen "Asien" und "Winterblüher" (A1). In der Asien-Abteilung befindet sich direkt links neben dem Eingang ein Mandelbaum (Prunus dulcis var. amara). Daneben steht ein großes Exemplar des Gewöhnlichen Trompetenbaumes (Catalpa bignonioides).

Informationen zu den Wegenamen in den Botanischen Gärten.

Herbstfärbung des Fächer-Ahorns

Etwas weiter vom Weg, direkt am Zaun, ist ein schönes Exemplar des Taschentuch- oder Taubenbaumes (Davidia involucrata var. vilmoriniana) - 32 gepflanzt, der zur Blütezeit im Mai/Juni einen prachtvollen Anblick bietet. Die Abteilung Winterblüher ist vor allem im frühen Frühjahr besonders reizvoll; Zierkirsche (Prunus cerasifera), Zaubernussarten (Hamamelis mollis, H. x intermedia), Duftender und Davids Schneeball (Viburnum x bodnantense cv. Dawn, V. davidii) sowie ein sehr wohlriechendes Geißblatt (Lonicera x purpusii) entfalten dann u.a. ihre Blüten.

Vor dem Schloss

Blütenstände des Schlafbaumes

Auf Terrassen angeordnet findet sich hier die "Geographische Abteilung" (G1-G3). Die Abteilung beherbergt amerikanische, asiatische, australische, neuseeländische und mediterrane Arten. An bemerkenswerten Gehölzen sind hier eine große Steineiche (Quercus ilex) - 83 und eine Tamariske (Tamarix parviflora) - 88 zu finden (G3, an der hinteren Schlossecke).

Hinter dem Schloss

Der Rundgang führt an der Ecke des Schlosses vorbei auf den Lenné-Weg. Hier beginnt die Systematische Abteilung (das System)(S1-S6). Kalifornischer Lorbeer (Umbellularia californica)(S1) - 96, Alangium platanifolium (S5) - 12 und Maddenia hypoleuca (S2) - 55 seien stellvertretend genannt.

Unmittelbar an der Kreuzung Lenné- zu Hanstein-Weg sind rechter Hand vom Hanstein-Weg zahlreiche Koniferen gepflanzt, aus denen ein Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum) - 86 und eine Küstensequoie (Sequoia sempervirens) - 85 herausragen. In einem geschützten Winkel unmittelbar am Weg stehen hier eine Hanfpalme (Trachycarpus fortunei) und die älteste Andentanne (Araucaria araucana) - 14 des Gartens.

Am Biotop vor dem Melbweiher

Blumen-HartriegelWir verlassen den Hanstein-Weg und nehmen den Nees-Weg mitten durch das System. Er mündet am Melbweiher in den Sinning-Weg. Hier wenden wir uns nach links auf die Biotopanlage zu. Nach wenigen Metern auf dem Sinning-Weg erreichen wir eine kleine Halbinsel, von der aus man einen guten Blick auf die Kulisse des Melbweihers hat. Wir folgen dem Karsten-Schenck-Weg durch die einzelnen Waldformationen dieser Anlage.

Unmittelbar rechts am Weg stehen zwei größere Mammutbäume, linker Hand beginnen die Waldtypen auf nassen Böden (Bruchwald) mit Birken (Betula pubescens ssp. carpatica) und Erlen (Alnus glutinosa), die dann in einen Traubenkirschen- Eschenwald übergehen, in dem Traubenkirsche (Prunus padus) und Esche (Fraxinus excelsior) Charakterarten sind. Es folgt dann ein Buchenwald auf nährstoffreichen, basenreichen Böden (Melico-Fageten), in denen zwar die Rotbuche (Fagus sylvatica) dominiert, der sich aber durch eine reiche Kraut- und Strauchschicht, z.B. Seidelbast (Daphne mezereum), auszeichnet.

Dies steht in einem Gegensatz zu den Wäldern, die auf nährstoffarmen, sauren Böden stocken, den Luzulo-Fageten, in denen die Kraut- und Strauchschicht wesentlich artenärmer ist. Dieser Waldtyp befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Weges.

Am Wirtschaftshof

Früchte der MagnolienDer Karsten-Schenck-Weg geht hinter der Biotopanlage in den Sachs-Ring über, auf dem es nach rechts weitergeht. Linker Hand sind zwei bemerkenswerte Bäume zu bewundern: Zuerst erblickt man die durch ihren zeltartigen Wuchs auffallende Süntelbuche (Fagus sylvatica f. suenteliensis) - 41; etwas weiter den Weg entlang sieht man ein prachtvolles großes Exemplar der Chinesischen Tempelkiefer (Pinus bungeana) - 69. Das Besondere dieser Kiefer ist ihre Borke, die sich aus vielen verschiedenen Farbtönen zusammensetzt.

Links hinter der Tempelkiefer kann man in einiger Entfernung einige große Buchen sehen. Gegenüber der Tempelkiefer, direkt an der Mauer zum Betriebshof, steht eine große Kaukasische Zelkovie (Zelkova carpinifolia) - 99. Folgt man dem Sachs-Ring weiter in gerader Richtung über eine Wegekreuzung hinweg, sieht man linker Hand nach wenigen Schritten verschiedene Ahorn-Arten (u.a. Acer carpinifolia, A. maximowiczianum, A. rufinerve), von denen ein Schlangen-Ahorn (A. grosseri) - 6 mit seiner schön gezeichneten Rinde besonders auffällig ist.

Der Weg geht nach einem scharfen Knick in den Sinning-Weg über, der, immer entlang dem Melbweiher, wieder zur Biotopanlage führt.

Am großen Ginkgo

Ginkgo biloba

Man folgt dem Sinning-Weg am System vorbei und bewegt sich auf einen anderen Teil des Arboretums zu. An der Ecke Hanstein- und Sinning-Weg steht ein interessantes Exemplar des Ginkgo (Ginkgo biloba) - 43 mit ausladenden Ästen. Es geht weiter auf dem Sinning-Weg am Melbweiher entlang. Rechter Hand befinden sich verschiedene Exemplare amerikanischer Hickorynuss-Arten (Carya cordiformis, C. glabra, C. ovata, C. tomentosa) - 17 sowie ein großer Schwarznussbaum (Juglans nigra) - 47.

Hinter dem Melbweiher

Am Ende des Weiherarmes halten wir uns links. Der Brandis-Weg geht in den Bouché-Ring über, dem wir nach links, dem Weiher entlang, in das Koniferetum (die Nadelholzabteilung) folgen. Hier sind einige Seltenheiten zu verzeichnen.

Zuerst begegnen wir auf der rechten Seite einem großen Exemplar des Persischen Eisenholzbaumes (Parrotia persica) - 65. Geht man den Weg etwas weiter, dann steht kurz hinter dem Eisenholzbaum ein relativ unscheinbares Gehölz, es handelt sich um eine Hängeform der Walnuss (Juglans regia cv. Pendula) - 48. Bei unserer Pflanze handelt es sich um eines der letzten noch bekannten Exemplare dieser Form. Direkt am Weiher kann man dann auf der linken Seite ein "normal" gewachsenes Exemplar des Ginkgo neben einer Sumpfzypresse (Taxodium distichum) - 90 sehen.

Früchte der Bitterorange

Rechts befindet sich ein großer Chinesischer Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) - 60. Diese Art war fossil bekannt und galt als ausgestorben, als sie 1941 in China noch lebend entdeckt wurde. Hinter der Wegkreuzung zum Beissner-Ring, am Einlauf des Melbbaches, sind die großen Blätter der Gunnera manicata zu bewundern und auf der anderen Seite des Zuflusses die Wurzelknie der Sumpfzypressen (Taxodium distichum) - 90. Mit diesen Sonderbildungen der Wurzeln sind die Pflanzen in der Lage, sich mit Sauerstoff zu versorgen, und sie können daher in stark sumpfigen Böden oder gar im flachen Wasser wachsen.

Der Beissner-Ring führt in einem Bogen durch die Koniferen-Abteilung. Man überquert dann wieder den Melbbach und geht auf dem Bouché-Ring nach links weiter. Linker Hand, am Melbbach, stehen Tupelobaumarten (Nyssa aquatica und N. sylvatica) - 61. Rechter Hand findet man ein großes Exemplar der Nusseibe (Torreya californica) - 94, daran anschließend wachsen auf beiden Seiten des Weges verschiedene Birken (u.a. Betula ermanii, B. nigra, B. papyrifera) und Eichen (Quercus falcata, Q. phellos, Q. prinus). Rechter Hand liegt eine tümpelartige Erweiterung des Melbbaches, die als natürlicher Filter zur Säuberung des Zuflusses genutzt wird. Man überquert wieder den Melbbach und wendet sich anschließend nach links auf den Brandis-Weg.

Am Rhododendron-Rondell

An der nächsten Wegekreuzung geht es dann auf dem Koernicke-Weg wieder nach rechts, nach wenigen Schritten wieder rechts, und man sieht das Rhododendron-Rondell vor sich liegen, das im Frühjahr allein einen Besuch des Botanischen Gartens lohnt. Man geht einmal um das Rondell herum.

Zwischen Pfeffer- und Weyhe-Weg, circa 10 Meter vom Weg entfernt, kann man die majestätischen Gestalten der Clemens-August-Buchen (Fagus sylvatica) - 40 sehen. Auf dem Pfeffer-Weg gehen wir auf die Lehrabteilung zu. Kurz vor dieser Abteilung steht rechts eine Gruppe von Araukarien (Araucaria araucana). Ein großer Amerikanischer Fieberbaum (Sassafras albidum) - 84 wächst ebenfalls hier.

An den Gewächshäusern

In der Lehrabteilung werden besondere Themen gezeigt. Der Paul-Weg führt nach rechts auf die Gewächshäuser zu. Bevor man das Karnivorenhaus erreicht, sieht man rechter Hand eine Ungarische Eiche (Quercus frainetto) - 79, sie wurde um 1880-90 gepfropft. Zwischen den verschiedenen Gebäuden hindurch geht es dann rechter Hand auf dem Winter-Weg weiter, und nach wenigen Metern hat man den Eingangsbereich wieder erreicht.