Home | Übersicht | Kontakt | Impressum

Botanische Gärten der Universität Bonn - Telefon: 49-(0)228-735523 - Telefax: 49-(0) 228-739058 - botgart[at]uni-bonn.de

Das Geophytenhaus

Galanthus regina-olgae

Cyclamen graecum

Colchicum cupanii

Narcissus serotinus

Biarum tenuifolium ssp. tenuifolium

Biarum davisii ssp. marmarisense

Abseits vom Gewächshauskomplex befindet sich ein kleines Erdgewächshaus mit Pflanzen aus dem Mittelmeergebiet. Hier werden hauptsächlich Geophyten kultiviert. Geophyten überdauern Trockenzeiten mit unterirdischen Speicherorganen (zum Beispiel Zwiebeln, Knollen, Rhizome). Dazu zählen z.B. Krokusse (Crocus spp.), Blausternchen (Scilla spp.), Sternbergien (Sternbergia spp.) und Alpenveilchen (Cyclamen spp.).

Die Hauptblütezeit vieler Arten ist das zeitige Frühjahr. Es gibt aber auch herbstblühende Krokusse und Schneeglöckchen, was zunächst für uns sehr ungewöhnlich ist.

Um den Eindruck des Mittelmeergebietes zu verstärken, sind auch andere Pflanzen, zum Beispiel Kermes-Eiche (Quercus coccifera) und ein Seidelbast (Daphne jasminea) gepflanzt.

Geophyten wachsen hauptsächlich während der Regenzeiten, die im Mittelmeergebiet entweder im Frühling oder im Herbst liegen. Daher lohnt es sich zu diesen Zeiten, einen Blick in dieses Haus zu werfen. Es ist nur von vorne einsehbar.

Die Botanischen Gärten haben eine vielfältige Geophytensammlung, die sich allerdings in nicht zugänglichen Bereichen befindet. Dr. Klaus Kramer, ein früherer Kustos, und Manfred Koenen, ein früherer Gartenmitarbeiter, haben durch zahlreiche Reisen in das Mittelmeergebiet und angrenzende Länder den Grundstock der Sammlung gelegt.

Michael Neuman, der für die Sammlung jetzt zuständige Gärtner, setzt diese Tradition fort. Einige für die Wissenschaft neue Arten und Formen konnten bereits aus der Sammlung beschrieben werden:

  • Araceen
  • Arum megobrebi
  • Biarum ditschianum
  • Cyclamen cilicium f. album
  • Cyclamen graecum f. album
  • Eminium koenenianum
  • Galanthus koenenianum

Das Haus ist für Besucher geschlossen. Der größte Teil der Geophytensammlung befindet sich in nicht zugänglichen Bereichen.