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Das Mittelmeerhaus

Der Teide-Natternkopf von den Kanarischen Inseln

Die zu den Rauhblattgewächsen (Boraginaceen) gehörenden Natternköpfe der Gattung (Echium) sind mit circa 20 Arten als relativ bescheidene, krautige Pflanzen hauptsächlich im Mittelmeergebiet verbreitet. Auch in der heimischen Flora kommt eine Art, der Gemeine Natternkopf (E. vulgare) vor.

Auf den Kanarischen Inseln, Madeira und den Azoren haben sich durch Einnischung in die auf engstem Raum vorhandenen ganz unterschiedlichen Lebensräume (wie Lorbeerwald, Halbwüsten, Ginsterheiden etc.) etwa 30 weitere Arten entwickelt. Darunter auch verholzte Vertreter, es entstand sogar ein „Insel-Gigantismus“, wie er auch von anderen Organismengruppen bekannt ist. Die bekannste Art ist der Teide-Natternkopf Echium wildpretii, der in den Cañadas auf der Insel Tenerife vorkommt.

Die Pflanzen sind zweijährig und werden aus Samen gezogen: im ersten Jahr entwickeln sie eine vegetative Rosette, im zweiten den endständigen bis 2 Meter hohen Blütenstand. Danach stirbt die Pflanze ab. Die kleinen Blüten sind rot gefärbt. An einem Blütenstand stehen Tausende von Einzelblüten.

Das Mittelmeerhaus dient als Winterquartier für Pflanzen, die keinen Frost vertragen. Im Sommer werden diese Pflanzen in geographischen Gruppen um die Gewächshäuser herum aufgestellt.