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Pflanze des Monats Januar 2019

Der Japanische Sternanis

Der Japanische Sternanis
Die Blüten des Japanischen Sternanis, Illicium anisatum, sind derzeit in den Gewächshäusern des Botanischen Gartens am Poppelsdorfer Schloss zu sehen.
Bild: C. Löhne / Uni Bonn

Das Mittelmeer-Gewächshaus im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss ist derzeit randvoll gefüllt mit Pflanzen, die den Sommer im Freien verbringen und hier nun frostgeschützt den Winter überdauern. Gerade in dieser Jahreszeit sind dort besonders viele Blüten und Düfte zu entdecken. Am auffälligsten sind zurzeit die Blüten der Kamelien, es gibt aber viel mehr zu entdecken:

In voller Blüte steht nun auch der Japanische Sternanis (Illicium anisatum). Diese Art ist recht nah mit dem aus China stammenden Echten Sternanis (Illicium verum) verwandt, den viele als Gewürz in der Weihnachtsbäckerei und im Glühwein schätzen. Bei beiden Arten sind die Blüten weiß bis gelblich gefärbt und ca. 3 bis 5 cm groß. Aus den Blüten bilden sich nach der Befruchtung die charakteristischen, sternförmigen Früchte.

Im Gegensatz zum Echten Sternanis werden die Früchte des Japanischen Sternanis aber nicht als Gewürz verwendet, denn sie enthalten das Gift Anisatin. Dieses Gift kann – je nach Dosierung – zu Übelkeit und Erbrechen bis hin zu schweren Schädigungen von Nieren und Verdauungstrakt führen.

Da der Japanische Sternanis neben dem Gift auch die aromatischen Duftstoffe beinhaltet, wird er in seiner Heimat gerne als Räucherwerk in Tempelanlagen verwendet. In Japan ist er unter dem Namen Shikimi bekannt.

Öffnungszeiten der Botanischen Gärten im Januar: montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Dr. Cornelia Löhne


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