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Pflanze des Monats Februar 2018

Die Sumpfzypresse

Die Sumpfzypresse
Sumpfzypresse am Melbweiher im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss. Die sogenannten „Atemknie“ ermöglichen dem Baum ein Überleben an sumpfigen Standorten.
Bild: C. Löhne / Universität Bonn

Ein Baum, der mit den Knien atmet

In diesem Jahr feiern die Botanischen Gärten der Universität Bonn ihr 200-jähriges Jubiläum. Aus diesem Grund stellen wir jeden Monat eine Pflanze vor, die in besonderem Zusammenhang mit unserer Geschichte steht.

Von den Sumpfzypressen Taxodium distichum gibt es gleiche mehrere Exemplare. Die ältesten und größten stehen am Melbweiher im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss. Sie wurden aus Samen gezogen, die der US-amerikanische Botaniker William Chamberlain Coker im Jahre 1901 aus seiner Heimat mit nach Bonn gebracht hatte. Coker war nach Bonn gekommen, um bei dem damaligen Botanikprofessor Eduard Strasburger zu studieren, der das Botanische Institut und den Botanischen Garten von 1882 bis 1912 leitete. Strasburger war damals ein bekannter Botaniker, der Schüler aus aller Welt anzog. Bis heute zählt er zu den bedeutendsten Botanikern der Universität Bonn und darüber hinaus. Generationen von Studierenden der Biologie lernten und lernen bis heute mit dem von Strasburger begründetem „Lehrbuch der Botanik für Hochschulen“.

Die Sumpfzypresse ist ein Nadelgehölz, das im Gegensatz zu vielen seiner Verwandten im Winter seine Nadeln abwirft und derzeit – wie die meisten Laubbäume – kahl ist. In diesem Zustand ist der stattliche Wuchs der Sumpfzypresse und ihre Besonderheit besonders gut zu sehen: die weitläufigen Wurzeln bilden vor allem direkt am Weiherufer senkrecht nach oben wachsende Auswüchse. Diese sogenannten „Atemknie“ dienen der Sauerstoffzufuhr in die Wurzeln und ermöglichen dem Baum ein Überleben an sumpfigen Standorten.

Weitere Informationen über die Geschichte der Botanischen Gärten finden Sie auf dieser Seite.

Die Botanischen Gärten sind wochentags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Dr. Cornelia Löhne


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