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Botanische Gärten der Universität Bonn - Telefon: 49-(0)228-735523 - Telefax: 49-(0) 228-739058 - botgart[at]uni-bonn.de

Sammlungen

Pflanze des Monats März 2018

Die Schwarzkätzchenweide

Die Schwarzkätzchenweide
Die schwarzen Blütenstände sind das Erkennungsmerkmal der Schwarzkätzchenweide. Zurzeit entfalten sie sich gerade im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss.
Bild: Tim Böhnert / Uni Bonn

Die ersten Frühlingsblüher beleben derzeit unsere Gärten und laden trotz der eisigen Temperaturen zu einem Spaziergang ein. Schneeglöckchen, Krokus und Winterling sind die bekannten Farbtupfer. Aber auch die ersten Gehölze fangen an zu blühen – unter ihnen die Schwarzkätzchenweide Salix gracilistyla var. melanostachys.

Sie unterscheidet sich von den anderen Weiden durch die tiefschwarz gefärbten Blütenstände. Diese Blütenstände werden bei allen Weiden Kätzchen genannt, wohl aufgrund ihrer flaumig-weichen Behaarung. Die Schwarzkätzchenweide stammt ursprünglich aus Japan, wird aber vielerorts als Ziergehölz angepflanzt. Wie die meisten Weiden bevorzugt sie feuchte, gewässernahe Standorte.

Sie ist im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss am Ufer des Melbweihers zu finden – inmitten einer umfangreichen, vor wenigen Jahren neu angelegten Sammlung verschiedener Weiden. Viele davon werden in den nächsten Wochen nach und nach aufblühen. Insbesondere die einheimischen Weiden sind eine wichtige Nahrungsquelle für Hummeln und Bienen.

Auch schon vor zweihundert Jahren, als der Botanische Garten am Poppelsdorfer Schloss gegründet wurde, spielten Weiden eine wichtige Rolle bei der Erstbepflanzung. Der erste Pflanzenkatalog des Botanischen Gartens, der 1820 veröffentlicht wurde, listet immerhin 38 verschiedene Weidenarten auf. Insgesamt umfasste der Pflanzenkatalog des Gartens knappe zwei Jahre nach dessen Gründung bereits über 3600 Pflanzenarten – ein Dokument für die unglaubliche Aufbauleistung der Gründungsväter.

PS:
In diesem Jahr feiern die Botanischen Gärten der Universität Bonn ihr 200-jähriges Jubiläum. Aus diesem Grund stellen wir jeden Monat eine Pflanze vor, die in besonderem Zusammenhang mit unserer Geschichte steht.

Weitere Informationen über die Geschichte der Botanischen Gärten, inklusive einer Kopie des ersten Pflanzenkatalogs (Elenchus Plantarum), finden Sie auf dieser Seite.

Öffnungszeiten

Derzeit sind die Botanischen Gärten wochentags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Ab dem 25. März gelten unsere erweiterten Sommeröffnungszeiten: täglich außer samstags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr.

Dr. Cornelia Löhne


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