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Pflanze des Monats Juli 2006

Die Artischocke

Die Artischocke
Bild: W. Barthlott

Die Artischocke (Cynara scolymus) ist nur aus der Kultur bekannt. Ihre wildwachsenden Verwandten stammen aus dem Mittelmeergebiet oder Klein-Asien. Bereits seit 500 v. Chr. galt sie in Ägypten als Delikatesse.

Die Artischocke wird seit dem 15. Jahrhundert hauptsächlich in England und Frankreich angebaut. In Deutschland wurde sie vergleichsweise spät, erst nach dem 2. Weltkrieg bekannter.

Die Artischocke gehört zu den Korbblütlern und ist damit mit dem Gänseblümchen oder den Sonnenblumen verwandt. Bei dieser Pflanzenfamilie stehen die vergleichsweise kleinen Blüten in dichtgedrängten Köpfchen und wirken für den Betrachter oder das bestäubende Insekt als eine Einzelblüte.

Um die essbaren Teile zu gewinnen, werden die Blütenstände vor dem Aufblühen der Blüten geerntet. Diese Artischocke wird gekocht und der Blütenboden sowie die fleischigen Basen der inneren Hüllblätter in einer leckeren Soße gegessen. Sie gilt als Edel-Gemüse.

Lässt man die Pflanze aber blühen, dann zeigt sie ihre ganze Pracht: Am Blütenstand öffnen sich zahlreiche, stahlblaue Blüten, die, zusammen mit den harten, braunen äußeren Hüllblättern ein prachtvolles Bild bieten. Die Blütenstände kann man immer häufiger in Blumenläden kaufen und sie finden zunehmend Interesse für Blumen-Gestecke. Die Artischocke lässt sich, mit einem einfachen Winterschutz versehen, auch problemlos im heimischen Garten kultivieren.

Artischocken sind im Nutzpflanzengarten am Katzenburgweg zu sehen.


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