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Sammlungen

Pflanze des Monats April 2007

Bonner Advent

Bonner Advent
Bild: W. Barthlott

Was sich wie ein Aprilscherz anhört, ist der Name einer Kohl-Spezialität aus dem Vorgebirge.

Im Vorgebirge werden lokale Sorten vom Spitzkohl und Wirsing, die über Winter auf dem Feld stehen und im Mai geerntet werden, als Maigemüse bezeichnet. Eine Sorte des Maiwirsings heißt Bonner Advent, wohl deshalb, weil man die Pflanzen sehr spät im Jahr aufs Feld brachte.

Maigemüse wird im ersten Jahr Ende August ausgesät und im Oktober aufs Feld gepflanzt. Der Bonner Advent etwas später im November. Im zweiten, dem folgenden Jahr, wird ab Mitte Mai geerntet. Einige typische Pflanzen bleiben stehen und im Sommer werden die Samen geerntet. Das Maigemüse kommt als erstes Frischgemüse im Frühjahr auf den Markt und ist vergleichsweise zart und mild im Geschmack. Diese rheinische Spezialität wird im Vorgebirge auch heute noch wie oben beschrieben angebaut, aber nur noch von wenigen Betrieben.

Der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) versucht, alte Sorten von Nutzpflanzen durch Patenschaften zu erhalten. Selbstverständlich arbeiten die Botanischen Gärten zu diesem wichtigen Thema mit dem VEN zusammen und haben einige dieser Patenschaften übernommen. Darunter eine für eine lokale Sorte des Maiwirsings, dem "Bonner Advent" (Brassica oleracea ssp. oleracea convar. Sabauda cv. Bonner Advent). Das Gemüse wird bei uns regelmäßig angebaut und vermehrt.

Im Haupteingang zum Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss sowie im Nutzpflanzengarten am Katzenburgweg jenseits der Carl-Troll-Strasse ist der Bonner Advent auch im April zu sehen.


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