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Pflanze des Monats August 2007

Die Immergrüne Magnolie

Die Immergrüne Magnolie
Bild: M. Radscheit

Die prachtvollen Magnolien sind uns von Gärten und Parks wohlbekannt. Noch ehe sich die Blätter entfalten, läuten sie mit ihren großen weißen oder rosa überlaufenen Blütenkelchen den Frühling ein. Die bekannten frühlingsblühenden Magnolien kommen aus China und Japan.

Aber die über 200 Magnolienarten beherbergen auch Überraschungen. Dazu gehört die immergrüne Magnolie (Magnolia grandiflora) aus dem südöstlichen Nordamerika (Golf von Mexiko und Atlantik). Es ist ein bis 25 Meter hoch werdender Baum mit großen glänzenden tief dunkelgrünen ledrigen Blättern. Unerfahrene Besucher halten ihn für einen Gummibaum – jedoch niemals für eine Magnolie. Jetzt im Hochsommer entfaltet er seine außerordentlich großen (Durchmesser bis 30 cm) blendendweißen einzelnen Blüten.

Die sehr exotisch aussehenden immergrünen Magnolien sind auffallende Erscheinungen, die der Urlaubsreisende vor allem aus dem Mittelmeergebiet (zum Beispiel die Ortschaften rund um den Gardasee) als Straßenbäume kennt. Anfang der 90er Jahre begannen wir in Bonn versuchsweise immergrüne Magnolien zu pflanzen. Überraschenderweise haben sie alle Winter hervorragend überstanden und blühen jetzt im Hochsommer reichlich. Sind es bereits Vorboten des Klimawandels?

Die beiden prächtigsten Exemplare stehen hinter dem Poppelsdorfer Schloss rechts und links der Freitreppe im Botanischen Garten. Ein weiteres Exemplar an der Schlossecke nahe dem Eingang zu den Botanischen Gärten, und letztlich zwei stattliche Exemplare im Vorgarten des Nees-Institutes an der Ecke Meckenheimer Allee/Nussallee.


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