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Botanische Gärten der Universität Bonn - Telefon: 49-(0)228-735523 - Telefax: 49-(0) 228-739058 - botgart[at]uni-bonn.de

Schaugewächshäuser - Tropenpracht unter Glas

Regenwälder und Wüsten der Tropen und Subtropen beherbergen die größte Vielfalt bizarrer Pflanzenformen. Etwa 3.000 Arten werden auf den rund 2.500 qm Fläche der 1984 fertiggestellten Anlage kultiviert. Ein ausgeschilderter Rundweg führt den Besucher durch die wichtigsten Klimazonen, nach denen die Gewächshäuser eingeteilt sind. Eine moderne Hochkompressionsanlage läßt einige der Häuser (z.B. Farnhaus) in unregelmäßigen Abständen in einem dichten Nebel aus reinstem Wasser versinken.

Am Haupteingang beginnt der Rundweg durch das Regenwaldhaus mit großen Regenwaldpflanzen (z.B. Bananen, Bambus) und den Epiphyten, die auf Baumästen und an der Felswand wachsen.

Das anschließende Farnhaus beherbergt Baumfarne und andere Pflanzen kühler Nebelwälder tropischer Gebirge.

TitanenwurzWeiter führt der Weg durch das Victoria-Haus. Hier wachsen u.a. tropische Sumpfpflanzen, aber auch die Titanenwurz (Amorphophallus titanum) befindet sich hier. In dem großen Wasserbecken entfaltet die berühmte Riesen-Seerose (Victoria) aus Südamerika ihre großen Blätter mit aufgebogenem Rand; blau-, weiß- und rosablühende Seerosen (Nymphaea) aus den Sümpfen Afrikas und Asiens ergänzen das Bild. Farbenprächtig blühende Lianen (z.B. Aristolochia, Passiflora) bilden die Bepflanzung der Seitenbeete.

Im anschließenden Sukkulentenhaus werden wasserspeichernde (= sukkulente) Pflanzen der Wüsten und Halbwüsten gezeigt. Links des Weges befinden sich Pflanzen der amerikanischen Trockengebiete mit Kakteen und Agaven. Rechts dagegen entsprechende Formen aus den Wüsten der Alten Welt: Aloë und Euphorbien als auffälligste Vertreter. Die skurrile Welwitschia mit nur zwei bandartigen Blättern ist ein Verwandter der Nadelbäume aus der Wüste Namib. Der Schaukasten an der Stirnseite beherbergt „Lebende Steine“ (Lithops) und andere kleinbleibende Sukkulenten. Der Ausgang führt an den beiden Orchideen-Häusern vorbei.

Das Mittelmeerhaus beherbergt im Winter subtropische Pflanzen aus dem Mittelmeergebiet, Südafrika, Kalifornien und Australien: Im Sommer ist das Haus leer, und die Pflanzen stehen geographisch geordnet in Kübeln um den Gewächshauskomplex im Freien.

Der Rundweg führt zurück durch das Regenwaldhaus zum Ausgang. Etwas abseits am Winter-Weg liegen zwei kleine Gewächshäuser: das Karnivoren-Haus mit fleischfressenden Pflanzen und das Mediterran-Haus mit Vertretern aus dem Mittelmeergebiet.

Das Faltblatt „Die Botanischen Gärten“ kann als pdf-Datei (542 kB) heruntergeladen werden.


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