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Botanische Gärten der Universität Bonn - Telefon: 49-(0)228-735523 - Telefax: 49-(0) 228-739058 - botgart[at]uni-bonn.de

Renovierung des Regenwaldhauses

Finanzierung:
Instandhaltung des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW
Freundeskreis der Botanischen Gärten Bonn e.V.
Bauherr:
Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW
Bauleitung:
Planungsbüro Wegewitz, Kamp– Lintfort
Ausführende Firma:
Gewächshaustechnik Werder
Goethea cauliflora

Dieses Malvengewächs wurde von dem Prinzen Wied-Neuwied in Brasilien entdeckt und vom ersten Gartendirektor Nees von Esenbeck zu Ehren des Dichterfürsten in Weimar benannt: Goethea cauliflora.
Foto: W. Barthlott/Uni Bonn

Tropische Regenwälder sind die vielleicht faszinierendsten Lebensräume unseres Planeten. Obwohl sie nur etwa sieben Prozent der Landoberfläche bedecken, beherbergen sie über 50 Prozent aller bekannten Arten und sind damit wahre Brennpunkte der Biodiversität. In den Botanischen Gärten der Universität Bonn macht das „Regenwaldhaus“ diesen einzigartigen Lebensraum erlebbar.

Rund 150.000 Besucher kommen jährlich in die Botanischen Gärten der Universität - die damit ein wahres Schaufenster der Wissenschaft sind. Das Regenwaldhaus bildet das Herzstück der Gewächshäuser im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss. Dort findet man Bananen, Seychellenpalmen, Brotfruchtbäume oder die merkwürdige Goethea cauliflora. Zweimal täglich versinkt das Haus im Nebel, und der Besucher erlebt mitten in Bonn die Atmosphäre eines Tropenspaziergangs.

Gewächshausanlage

Hinter der Glasfassade (Haupteingang Gewächshäuser) verbirgt sich ein Regenwald, der einmalig in Bonn ist.
Foto: W. Barthlott/Uni Bonn

Die Renovierungsarbeiten haben Anfang November 2009 begonnen. Die Baumaßnahmen werden den größten Teil des Jahres 2010 beanspruchen. Im Winter 2010/2011 wird das Regenwaldhaus neu bepflanzt werden. „Während der Renovierung sind unsere Gewächshäuser leider für Besucher geschlossen“, sagt der Direktor der Botanischen Gärten, Professor Dr. Wilhelm Barthlott. „Mit einem neuen Konzept, das die Vielfalt tropischer Regenwälder Studierenden und Bürgern gleichermaßen noch näher bringen wird, wollen wir das Regenwaldhaus im Sommer 2011 neu eröffnen.“

Die Bauarbeiten im Detail

Die Bauarbeiten laufen in folgende Schritten ab:

  • Entfernung der überalterten Pflanzen und Beetbegrenzungen
  • Komplettes Leerräumen und Entfernen des Erdmaterials
  • Entfernen der Außen- und Innenverglasung
  • Umbauarbeiten der Heizung und Wasseraufbereitungsanlage
  • Schaffung eines Lava-Planums
  • Sanierung der Gewächshausträger
  • Einbau der Bodenheizung
  • Neuverlegung der Elektrik
  • Einbau der Beetmauernbegrenzung und Einbringen von „Vulcatree Beetsubstrat“ von Vulcatek
  • Wegebau
  • Einbau der Lampen
  • Installationsarbeiten (Vernebelungsanlagen, Seitenberegnung, Wasserversorgung)
  • Außenverglasung: Scholl-Weißglas, eisenarm, 26 mm Isolierverglasung Typ "Alborino" diffus (UV-B durchlässig) mit U-Wert 3,0
  • Innenverglasung: Scholl-Ornamentglas 502 Klarglas B weiß, 4 mm
  • Einbringen der Strukturbepflanzung und Unterbepflanzung
  • Neukonfiguration der Steuersoftware
  • Einbau der Epiphytenstämme

Gute Zusammenarbeit zwischen Botanischen Gärten

Für die Neugestaltung unseres Regenwaldhauses haben wir von vielen Botanischen Gärten Pflanzen angeboten bekommen. Am Donnerstag,den 21.09.2010 haben wir eine mächtige Cyas rumphii – Pflanze im Botanischen Garten Berlin-Dahlem abgeholt, die die Kollegen mit viel Mühe ausgegraben und transportfähig gemacht hatten. Es dauerte eine Stunde, bis die Pflanze verladen war.

Die Neugestaltung unseres Regenwaldhauses macht gute Fortschritte, dort wird die Pflanze eine neue Heimat finden.


Alles über den Umbau

Presseberichte